Richtungswechsel

Nachdem ich alle alten Blogs von mir gelöscht habe in denen es um mein Gewicht und meinen Wunsch, abzunehmen ging (Ich muss alles was ich tue radikal angehen, ich alte Dramaqueen ) will ich jetzt mit diesem Blog neue Wege gehen.

Abnehmen wäre nach wie vor schön obwohl ich "eh schlank" (aber eben "zerbrechlich"-was mir als körperliche Daseinsform einfach irgendwie "richtiger" erscheinen würde) bin. Das ist einfach so eine Gefühls-Sache und vielleicht nicht ganz gesund aber nachdem ich lasterhaft bin und gerne esse wird es wohl beim Wunschdenken bleiben.

Ich vermute, dass ich ein halbwüchsiges Wahrnehmungsproblem habe, das sich nicht nur auf meine Figur sondern auf mein komplettes Handeln und Sein auswirkt. Besagtes Problem wurzelt (so vermute ich...) in meiner mangelnden Selbstliebe (das vermute ich nicht nur... dass ich pathologisch selbstkritisch und chronisch unsicher bin höre ich von allen Seiten). Woher es kommt, dass ich es mir nie rechtmachen kann kann ich auch nur vermuten. Die Schuld hier gleich im ersten Beitrag aabzuschieben wäre erbärmlich.

 

Sei's wie's sei. Sowas soll vorkommen. Öfter als man denkt.

Dieses Gefühl, nicht zu genügen ist nichts Einzigartiges oder Exklusives sondern eher eine Volkskrankeheit (woher so eine "Volkskrankheit" kommt darüber könnte ich noch viele weitere Einträge lang spekulieren) und ist deshalb -wenn überhaupt- dann wohl nur im Ersten Blog in dieser Klarheit -als Deutungshilfe- erwähnenswert.

 

Wohin es führt das woll'n wir wissen....

Ich erlaube mir (inzwischen), dass nicht alles was ich tue zu etwas führen MUSS. Manchmal will ich einfach einfach nur tun ohne zu müssen.

Wahrheiten über mich:

Ich mag Worte. Ich lese viel, im Schnitt 1 Buch/Woche (vermutlich um mir selbst zu beweisen, dass ich trotz Studienabbruch DOCH nicht die hohle Nuss bin für die ich mich seit meinem "Akt der Selbstbefreiung" Anfang 2010 noch öfter halte).

Ich schreibe nicht nur gelegentlich in einen Blog (In der Hoffnung dass jemand meine Gedanken lesenswert findet und ich meinen Wert irgendwann Klicks messen kann) sondern genauso sporadisch in mein analoges Tagebuch (um den wirklich kranken Scheiß aus dem Kopf zu bekommen und später, mit mehr Distanz zur Situation, neu zu bewerten... und ein bisschen auch um Spuren zu hinterlassen... oder wenigstens ETWAS... falls das alles hier schneller vorbei ist als mir lieb ist).

Manchmal bin ich bis-zum-Erbrechen selbstgefällig. Auf diese so eine selbstverliebte Phasen folgt dann immer eine Phase "kalter Entzug" in der ich mich für meine Einfalt in Grund und Boden schäme (und alle die den Blog hier länger mitlesen wissen, wo ich die letzten Wochen war....wieder mal unten).

Ich habe keinen Roten Faden. Nicht beim Denken, nicht beim Handeln und erst recht nicht in der Hand fürchte ich.

Ich widerspreche mir ständig.

Ich pflege meine Freundschaften schlecht und lasse Kontakte einschlafen.

Ich drücke unreife Pickel aus, bekomme leicht blaue Flecken und dusche manchmal mehrere Tage nicht.

Meine Wohnung ist nicht immer geputzt und aufgeräumt (noch nicht so schlimm, dass es die Nachbarn oder Besuch stört aber schlimm genug um mich zu schämen).

Ich lebe aus ethischen Gründen vegetarisch aber zum Veganismus hab ich es nicht geschafft (Weil ich mir was vormache. Weil ich genussüchtig bin. Weil ich peinlich inkonsequent und ein bisschen erbärmlich bin).

Ich koche nicht besonders gut aber ich KÖNNTE wenn ich wollte... bloß WILL ich manchmal tageland nicht (Was mir mein Freund auch eifrig vorhält).

Ich habe oft gehässige, neidische, missgünstige oder dreckige Gedanke.

Ich habe ein sehr großes Sterblichkeitsbewusstsein (Auch das ist eine lange Geschichte) und ständig das Gefühl, dass mir meine Zeit auf dieser Erde nicht reicht (Was nicht heißt, dass ich viel unternehmen würde. Eher im Gegenteil: Ich bekomme meinen Arsch kaum hoch, jede Entscheidung kostet mich Unmengen an Kraft) 

Manchmal fühlt es sich an als würde ich um mein Leben schreiben... Oder als würde ich schreiben um zu leben. Oder doch umgekehrt?

...und ich könnte diese Liste hier ewig weiterführen und mich suchen um mich am Ende ja doch wieder nicht zu finden. Das alte  Spiel.

 

Den Ball flach halten...

Ich rechne nicht mit viel Interesse an meinem Blog und 100Klicks/Tag da er keine 10-Stufen-do-it-yourself-Anleitung zur "Esstörung für Dummies" liefert und ich auch sonst nichts zu bieten habe, dass andere hier mitnehmen könnten um ihrem eigenen Profil "das Gewisse Etwas" zu verleihen.

Ich denke einfach viel nach... und ich möchte darüber gelegentlich ein paar Zeilen schreiben. Punkt.

 

 

So viel zu mir & meinem neuen, ersten Eintrag.

Und jetzt: Guten Morgen, mackenhafte myblog-Welt!

Mackenhaft deshalb weil ich das Bild, das ich hier eigentlich einstellen wollte um die Stimmung zu unterstreichen zwar hochladen aber danach nicht einfügen konnte (Wie ich lese haben derzeit mehrere myblogger dieses Problem... also liegt es diesmal nicht an mir *abputz*)

Dieses Technik-Problem bringt mich jetzt zwar um meine Chance auf einen besseren, ersten Eindruck und ärgert mich ein wenig weil ich gerne zum Einstand wenigstens ein bisschen auf die Kacke gehauen hätte... Aber es ist gleichzeitig auch irgendwie erbaulich wenn die Technik in ihrem ständigen Streben nach Optimierung versagt.

 

Schadenfroh, ich

1.5.10 08:22

bisher 0 Kommentar(e)     TrackBack-URL

Powered by 20six / MyBlog
Verantwortlich für die Inhalte ist der Autor. Dein kostenloses Blog bei myblog.de! Datenschutzerklärung
Werbung